Sonntag, 27. Mai 2012

Alex Flinn - Beastly


Beastly ist ein Einzelband von Alex Flinn.

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: 12. Mai 2011
Übersetzer: Sonja Häußler
Seitenanzahl: 336
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Beastly

Taschenbuchausgabe
Erscheinungsdatum: 16. März 2012
Übersetzer: Sonja Häußler
Seitenanzahl: 336
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
Originaltitel: Beastly


...NUR DIE LIEBE KANN DEN FLUCH BRECHEN.
Kyle Kingsbury ist eine Bestie. Nachts streift er durch New York - als hässliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Früher hätte jeder gern mit diesem gutaussehenden, intelligenten und bei Mädchen beliebten Kerl getauscht. Aber Kyle war arrogant und eingebildet. Zur Strafe wurde er verflucht und muss nun als grässliches Biest durch die Stadt laufen. Jetzt kann nur noch die Liebe diesen Fluch brechen. Wird Kyle erlöst werden?

Das Cover zu Beastly ist sehr passend zum Inhalt. Im Buch lernt Kyle Lindy mit einer weißen Rose kennen und entwickelt später eine besondere Vorliebe für diese Blumen. Außerdem basiert die Geschichte auf dem Märchen "Die Schöne und das Biest" und die Blume könnte das Schöne darstellen und die Ranken, die man beim deutschen Cover im Hintergrund und an den Buchstaben sieht, stehen dann vielleicht für das Biest, also das "gefährliche" an Kyle... Ihr könnt es interpretieren wie ihr wollt, ich mag das Cover jedenfalls :D
Andere Cover:

Meine erste Rezension nach mehr als einem Monat! :D :)
Also... Beastly. Viele von euch kennen wahrscheinlich nur den Film. Mir ging's genau so, ich wusste gar nicht, dass der Film auf einem Buch basiert, und bin zufällig mal darauf gestoßen. Also fang ich mal direkt damit an. Meiner Meinung nach ist das Buch total anders als der Film. Nicht mal die Namen durften bleiben: Aus Kyle Kingsbury wurde Kyle Kingston, aus Adrien wurde Hunter. Noch viele andere Dinge sind ziemlich verändert worden. Im Buch wird Kyle, nachdem er verflucht wurde, als Bestie mit Krallen und Haaren am Körper beschrieben, im Film ist er ein Typ mit Tattoos, Narben und einer Glatze. Ich finde, wenn er als dieses grässliche Biest dargestellt wird, kann man sich viel besser vorstellen, dass Lindy kein bisschen oberflächlich ist, weil sie ihn selbst so liebt. (Ich würde ja sonst nicht so viel verraten, aber jeder kennt doch den Verlauf des Märchens "Die Schöne und das Biest" :D) Was ich im Film besser finde, sind die Bedingungen unter denen Lindy zu diesem "Monster" muss, denn dass er sie beschützen will, ist einfach viel romantischer, als dass sie eine Gefangene ist, weil ihr eigener Vater nach einem Einbruch diese Art von Verschonung vorgeschlagen hat. Ich finde Buch und Film schön, doch um das Thema "Oberflächlichkeit" zu unterstreichen, ist das Buch besser passend.
Eine wirklich sehr schöne Idee von der Autorin, ein Märchen in die moderne Welt nach New York zu transportieren. Ein arroganter Typ wird von einer Hexe verflucht und wird zum Biest und nur die Liebe kann den Fluch brechen. Die selbe Story, aber beim Lesen von  Beastly vergleicht man nach kurzer Zeit gar nicht mehr, weil dieses Buch eine eigene Geschichte erzählt. Wundervolle Idee und wirklich super umgesetzt, mit so vielen Einzelheiten, die es zu einem spannendem Fantasy-Buch und einer süßen Liebesgeschichte, entgegen aller Oberflächlichkeiten, zugleich machen, trotzdem bleibt es grundsätzlich bei dem Märchen "Die Schöne und das Biest".
Toll fand ich, dass das Ganze immer wieder mit viel Humor aufgelockert wurde. Einerseits natürlich durch WILL, Kyles blinder Privatlehrer, mein absoluter Lieblingscharakter, andererseits durch den Chat mit anderen Außenseitern, die ebenfalls von einer Hexe verflucht worden sind, der immer wieder total lustig ist. Alle Figuren haben ihren eigenen Charakter und die beiden Protagonisten sind (oder "werden", was Kyle angeht) einem total sympathisch.
Neben der Hauptstory, die Liebesgeschichte zwischen Kyle und Lindy, gibt es da auch noch Kyles Verhältnis zu seinem Dad, der ihn zu diesem eingebildeten Menschen gemacht hat, und der ihn gleichzeitig so sehr verletzt, weil er nie für ihn da war und ihn auch nach der Verwandlung nur los werden möchte, denn was wäre, wenn rauskommen würde, dass dieser gut aussehende erfolgreiche Nachrichtensprecher so ein Monster als Sohn hat? Außerdem war es schön zu verfolgen, wie Kyle im Laufe der Geschichte ein besserer Mensch wird und sich um die Menschen in seinem Umfeld sorgt. Die Hauptaussage von Beastly ist, dass es viel mehr auf die inneren Werte als auf die Äußerlichkeiten ankommt und man erlebt mit, wie Kyle das endlich begreift.
Das klingt jetzt alles schön und gut, aber, ich hab keine Ahnung warum, hatte ich hier nicht vor, die volle Punktzahl zu geben. Ich weiß nicht, woran das liegt, aber das gewisse Etwas ist irgendwie nicht wirklich da...

Ein schönes Buch mit einer tollen Aussage, einer außergewöhnlichen Idee und guter Umsetzung, das meiner Meinung nach auch noch länger sein könnte. Aber irgendwas fehlt noch, ich weiß nicht was, aber 5 Herzen kann ich hier irgendwie nicht geben... Trotzdem sehr lesenswert, 4 Herzen. (:


Alex Flinn, geboren 1966 in New York, lernte bereits mit drei Jahren Lesen und wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Sie absolvierte u.a. eine Schauspielschule und eine Gesangsausbildung und lebt heute als erfolgreiche Jugendbuch- und Bestsellerautorin in Miami, Florida, USA. -- alexflinn.com (englisch)
Rezensionen zu anderen Büchern von Alex Flinn:

Beastly wurde 2011 mit Alex Pettyfer (als Kyle) und Vanessa Hudgens (als Lindy) in den Hauptrollen verfilmt und ist inzwischen auf DVD und Blu-Ray erhältlich.

Kommentare:

Ich freu mich immer wie ein Regenbogen-Keks über jeden Kommentar, also hinterlasst mir hier unbedingt eine Nachricht. Lob wird natürlich genau so gerne gehört wie begründete Kritik. (: Antworten gibt es immer direkt unter eurem Kommentar und kommen so schnell wie es geht. Ihr seid die Besten! ♥