Mittwoch, 26. Dezember 2012

Christoph Marzi - Heaven: Stadt der Feen


Heaven: Stadt der Feen ist ein Einzelband von Christoph Marzi.

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: 15. August 2009
Seitenanzahl: 358
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Broschierte Ausgabe
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Seitenanzahl: 410
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


London - das ist seine Stadt. Und über den Dächern von London - dort hat David sein zweites Zuhause gefunden. Hier oben kann er den Schatten der Vergangenheit entfliehen. Bis er eines Tages auf ein Mädchen trifft, das alles auf den Kopf stellt, woran er bisher geglaubt hat. Ihr Name ist Heaven. Sie ist wunderschön. Und sie behauptet, kein Herz mehr zu haben. Ehe David begreifen kann, worauf er sich einlässt, sind sie gemeinsam auf der Flucht. Und sie werden nur überleben, wenn sie Heavens Geheimnis lüften. 

Das Cover ist wirklich hübsch und hat mich direkt auf das Buch aufmerksam gemacht. Der Titel Heaven passt, und der Beiname Stadt der Feen... Na ja, eher nicht so, klingt aber ganz schön. Meiner Meinung nach versprechen Cover und Titel mehr, als man bekommt.
Andere Cover:

Leider wurde ich mal wieder enttäuscht. Damit will ich niemanden direkt abschrecken, das Buch ist nicht grauenhaft und war auch kein total mieses Geschenk, das ich jetzt am liebsten umtauschen würde, aber ich hatte mir mehr erwartet. Vielleicht liegt es am schönen Cover, da verspricht man sich doch ziemlich viel von, oder? Ich jedenfalls schon, und ich habe nicht das bekommen, was ich wollte.
Aber erstmal zu den positiven Punkten und das waren die Charaktere an sich. David und Heaven haben beide sehr ausgeprägte Eigenschaften und sind einzigartig, das hat sie realistisch gemacht, was mir ja immer sehr gut gefällt. Ich hasse langweilige und durchsichtige Personen in Büchern, bei denen man schon weiß, dass nicht mehr viel von ihnen zu erwarten ist, und bei den beiden weiß man nie wirklich, wie sie wohl handeln werden. Leider führte das aber auch dazu, dass man ihre Handlungsweisen oft nicht so ganz nachvollziehen kann, zumindest ging es mir so. Aber natürlich kann man ja auch nie genau sagen, wie man selbst in der Situation handeln würde...
Was mich am meisten an den beiden gestört hat, waren ihre Gespräche, vor allem am Anfang. Die Dialoge wirkten auf mich so extrem aufgesetzt, unecht, gespielt und einfach unwirklich, wisst ihr, was ich meine? Niemand würde in Wirklichkeit so reden, auf jeden Fall kenne ich keinen, der sich so ausdrückt. Ungefähr ab der Mitte legte sich das aber zum Glück etwas. Auch hat es mich etwas gestört, dass die Handlung in nur wenigen Tagen abläuft, aber die beiden schon alles füreinander tun würden, sie würden schon nach wenigen Stunden füreinander sterben und verlieben sich selbstverständlich sofort in den anderen. Das ging mir einfach viel zu schnell, denn auch wenn diese 'außergewöhnliche' Liebesgeschichte ja ganz romantisch istr, hätte ich gerne deutlicher verfolgt, wie die Beziehung der beiden sich entwickelt. Ja, tut mir Leid, ich muss immer rumnörgeln. :D 
Die Story geht gleich zu Beginn richtig los, der Autor kommt ziemlich schnell zur Sache und man erfährt schon am Anfang, worum es ungefähr geht. Im Laufe des Buches tauchen immer mehr Fragen auf, die David sich nicht beantworten kann und denen er auf die Spur geht. Die Spannung wird durch einige Zwischenfälle aufgebaut und fast immer passiert irgendetwas. Aber auch da habe ich wieder etwas zu meckern. Zwischendurch treffen einige wichtige Ereignisse ein, doch mir kam es oft so vor, als wären diese Ereignisse gar nicht richtig abgeschlossen. Dennoch finde ich es gut, dass es beim Lesen fast nie zur Langeweile kommt. So konnte ich das Buch innerhalb eines Tages komplett verschlingen, und ich glaube, ich hätte es selbst wenn es nicht für den Lesemarathon gewesen wäre, sehr schnell durchgelesen. Der Einstieg ist zwar etwas schwierig, man kann anfangs nicht sofort in die Geschichte eintauchen, aber dann geht es wie gesagt schon bald richtig los.
Ein weiterer Negativpunkt war, dass zu wenig Wert auf die Auflösung des 'großen Rätsels' gelegt wurde. Natürlich wird alles erklärt, allerdings geht das sehr schnell, sodass ich gar nicht alle Details mitbekommen habe, und ich hätte mir das Ganze einfach ausführlicher gewünscht, da dass ja eigentlich der Schwerpunkt der Handlung sein sollte.
Das Finale der Story war großartig. Wirklich, besser hätte es für mich nicht sein können. Die Spannung steigt und es bleibt nicht bei einem einzigen atemberaubendem Ereignis, eine aufregende Situation folgt der anderen. Es gab einige Wendepunkte, und ich war mir von Anfang an kein bisschen sicher, wie das Buch ausgehen würde. Endlich mal ein komplett gelungenes Highlight!


Viele Negativpunkte, aber auch einiges, was mir gut gefallen hat. Heaven: Stadt der Feen basiert auf einer sehr originellen Idee, leider wurde das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft. Es war für mich zwar lesenswert, allerdings kann ich nicht sagen, dass es ein Buch ist, das jeder mal gelesen haben sollte, auch wenn das Cover eine noch so tolle Geschichte verspricht. Die Persönlichkeiten, der Storyaufbau und das Ende waren sehr gelungen, die Dialoge zwischen den Charakteren, ihre Beziehung zueinander und die immer wieder auftauchende Ungewissheit, was einige Situationen angeht, haben mir nicht so gut gefallen. 3 Herzen!


Christoph Marzi wuchs in Obermendig in der Eifel auf, studierte an der Universität Mainz Wirtschaftslehre und lebt heute mit seiner Frau Tamara und seinen drei Töchtern in Saarbrücken. Marzi begann im Alter von fünfzehn Jahren zu schreiben. Nachdem er mehrere Kurzgeschichten verfasst hatte, erschien 2004 sein Romandebüt Lycidias, das zu einem Überraschungserfolg des Jahres wurde. 2005 wurde Marzi der Deutsche Phantastik-Preis verliehen. -- christoph-marzi.de

Kommentare:

  1. Ich hab mal Lycidias von Marzi versucht zu lesen und tatsächlich abgebrochen. Ich hatte unglaubliche Schwierigkeiten mit der Sprache und das Konzept der Geschichte missfiel mir auch sehr. In meiner damaligen Rezension auf meinem Blog habe ich mich zwar zurückgehalten, aber eine Freundin von mir hat schon gelacht, als sie immer wieder mich entrüstet beim Lesen aufschnauben hörte.
    Marzi ist kein Autor nach meinem Geschmack. Schade eigentlich, weil die Kurzinhalte immer sehr interessant klingen.

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    1. Das ist echt gut zu wissen, dann werde ich seine anderen Bücher auch von meiner Wunschliste streichen. Ich hatte schon nach Beenden des Buches überlegt, ob ich die wirklich noch lesen möchte, aber wenn das tatsächlich nicht nur bei "Heaven" so ist, dann lohnt sich das ja wirklich nicht mehr.

      Liebe Grüße ♥

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  2. Ich muss dir Recht geben, das Cover spricht auch mich auf Anhieb an, schade dass der Inhalt dabei offensichtlich nicht ganz mithalten kann.

    LG
    Anja von druckbuchstaben.blogspot.de

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    1. Ja, das ist wirklich schade... Natürlich war trotzdem der Lesespaß da, aber mein Lieblingsbuch hätte es von den ersten Seiten an nicht werden können. :(

      Liebe Grüße ♥

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  3. Das Buch habe ich auch zuhause lesen, allerdings hat mich dein urteil ja schon etwas abgeschreckt - vor dem Buch werden erstmal auf jeden Fall andere gelesen ;)

    LG

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    1. Ich hoffe, es wird dir besser gefallen als mir! Es bleibt wohl einfach Geschmackssache (;

      Liebe Grüße ♥

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  4. Hey,
    ich habe mir das Buch gerade für 'n Appel und 'n Ei bei reBuy bestellt, da mich deine Rezension zwar ein bisschen abgeschreckt hat, ich das Buch aber trotzdem gerne lesen wollte. Ich bin mal gespannt, wie es mir dann gefällt. Das Cover ist jedenfalls wunderschön :)
    Liebe Grüße, KQ

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    1. Dann wünsch ich dir ganz viel Spaß mit dem Buch, ich hoffe, es wird dir besser gefallen als mir (; Und selbst wenn nicht, ist es ja bei dem Preis auch nicht so schlimm :D

      Liebe Grüße ♥

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