Montag, 17. Dezember 2012

Susanne Rauchhaus - Die Messertänzerin


Die Messertänzerin ist ein Einzelband von Susanne Rauchhaus.

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: Januar 2011
Seitenanzahl: 366
Verlag: Ueberreuter
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Divya wird als Kind verkauft und wächst als Dienerin an einer Mädchenschule in der Stadt Pandrea, mitten im Wilden Land, auf. Eine rätselhafte Prophezeiung lässt sie aber daran glauben, dass sie nicht immer zur untersten Kaste gehören wird - wenn sie bereit ist zu lernen und zu kämpfen. Eines Tages tritt der düstere Wächter Tajan in ihr Leben und sie ergreift die Chance. Heimlich lernt sie zu kämpfen wie ein Mann - und zu tanzen wie eine Frau. Als sie einen Mordauftrag bekommt, muss sie eine Entscheidung treffen. Und damit macht sie sich den Mann, den sie liebt, zu ihrem erbittertsten Feind.

Das Cover macht neugierig und passt definitiv zum Buch, ist aber meiner Meinung nach nicht unbedingt ein Blickfang. Aber endlich mal ein Cover und ein Titel, das wirklich dem Inhalt auch entspricht!

Wenn ich das Buch nach dem Lesen der ersten Hälfte in einem Wort hätte beschreiben müssen, dann wäre es 'uninteressant' gewesen. Tatsächlich wollte ich schon nach 50 Seiten nicht mehr wirklich weiter lesen und habe sogar überlegt, es abzubrechen, weil es mich einfach nicht so richtig interessiert hat. Es passierte kaum etwas, die Geschichte bestand nur aus Wiederholungen und unspektakulären Ereignissen, es zog sich hin und so weiter. Ich wollte nicht um jeden Preis wissen, wie es weiter geht, und hatte darum keine große Lust weiter zu lesen, ich hab's aber natürlich dennoch gemacht. 
Die zweite Hälfte wurde schon spannender. Endlich trafen mehr wichtige Ereignisse ein und die Handlung begann etwas interessanter zu werden. Immer noch zog es sich hin, aber wenigstens hatte ich etwas mehr Ansporn, weiter zu lesen. Das Ende war so spektakulär, wie ich es gerne habe, das war definitiv ein Pluspunkt!
Leider habe ich nicht alles so richtig verstanden und mitbekommen, vor allem im letzten Drittel. Es tauchten so viele Fragen auf und irgendwie kam es mir so vor, als hätte ich etwas Wichtiges verpasst, das fand ich sehr schade.
Divya hat mir als Protagonisten ziemlich gut gefallen. Sie ist ehrgeizig, gibt nicht so leicht auf, kämpft für das, was ihr wichtig ist und hat ein genaues Ziel vor Augen, das sie verfolgt. Sie bemüht sich, sich nicht ablenken zu lassen. Sie akzeptiert das Unvermeidbare, weiß aber auch, was sich ändern muss und sucht immer nach einem realistischem Ausweg. Für mich ging nur leider ihre Entwicklung von der unscheinbaren Dienerin zur mutigen Kämpferin zu schnell, weil das in nur wenigen Tagen passiert.
Die Liebesgeschichte zwischen Divya und Tajan fand ich ganz gut, allerdings hätte ich mir besonders im Mittelteil mehr Szenen mit den beiden gewünscht, damit man ihr Verhältnis zueinander besser verstehen kann. Trotzdem mochte ich die zwei zusammen sehr gerne, vor allem weil sich vor allem Divya anfangs streng an ihre Prinzipien und an das, was sie gelernt hat, hält.
Ein Negativpunkt war für mich, dass so gut wie alles, was Divya angeht auch irgendwie klappt. Vorher wird immer gesagt "Das ist viel zu gefährlich, das wird nicht funktionieren!" und dann läuft alles fast perfekt oder entwickelt sich zum Guten, und nie muss sie eine wirkliche Niederlage hinnehmen, das hat das Ganze etwas unrealistisch gemacht. 
Mich hätte noch interessiert, in welcher Zeit und wo ungefähr sich die Geschichte abspielt, das habe ich mich immer wieder gefragt.


Am Anfang war das Buch für mich einfach uninteressant, und die Handlung hat sich sehr lange hingezogen, was ich gar nicht mag. Das blieb noch ziemlich lange so, obwohl in der zweiten Hälfte Spannung aufkam und mehr passierte. Divya war eine sehr starke Protagonistin, was ein großer Pluspunkt ist. Insgesamt fand ich das Buch leider eher durchschnittlich, daher gibt es 3 Herzen, aber ich glaube, dass Die Messertänzerin ein Geschmacksbuch ist, es war einfach nicht so mein Stil. Aber trotzdem nicht schlecht, sodass ich sagen würde "Finger weg", es war für mich ganz einfach mittelmäßig.



Susanne Rauchhaus, geboren 1967 in Gladbeck, entdeckte schon als Jugendliche ihre Begeisterung für Sprachen und das Geschichtenerzählen. Nach der Ausbildung zur Europasekretärin und später zur Werbetexterin arbeitete sie in einer Hamburger Werbeagentur und in der Redaktion einer Fachzeitschrift. Als 2002 ihr Sohn geboren wurde, machte sie ihr Hobby zum Beruf und schreib Kurzgeschichten und Glossen für verschiedene Zeitschriften, 2008 erschien ihr erstes Jugendbuch. Heute lebt sie als freie Autorin in der Nähe von Stuttgart. -- susanne-rauchhaus.de
Rezensionen zu anderen Büchern von Susanne Rauchhaus:

Kommentare:

  1. Das war ja mal ne kurze Rezension für deine Verhältnisse :o ♥

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    1. Mehr kann ich dazu nicht sagen, tut mir leid :D ♥

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  2. Schade, ich dachte das Buch hätte mehr zu bieten.
    Der Titel ist so toll ♥
    Wir Herzchen jetzt mal alle etwas :D

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    1. Naja, vielleicht gefällt es dir ja auch besser (: Wie gesagt, ich kann es nicht zu 100% weiter empfehlen, aber auch nicht davon abraten...

      Liebe Grüße ♥

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  3. Oh, irgendwie dachte ich, dass das Buch besser ist. Es steht nämlich jetzt schon lange auf meiner Wunschliste, bin aber noch nicht dazu gekommen, es mir zu kaufen.. hm, vielleicht werde ich es auch einfach sein lassen. :D

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    1. Ich hatte aufgrund der guten Rezensionen auch etwas mehr erwartet, aber da ich schon zwei andere Bücher der Autorin gelesen und war nicht so begeistert, daher wurden meine Erwartungen etwas runtergeschraubt. Aber ich bleib dabei, es ist wohl Geschmackssache :D

      Liebe Grüße ♥

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