Freitag, 27. September 2013

Rebecca James - Die Wahrheit über Alice


Die Wahrheit über Alice ist ein Einzelband von Elizabeth Fama.

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2010
Übersetzer: Ulrike Wasel & Klaus TimmermannSeitenanzahl: 320
Verlag: Wunderlich
Sprache: Deutsch
Englischer Titel: Beautiful Malice
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Taschenbuchausgabe
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2012
Übersetzer: Ulrike Wasel & Klaus TimmermannSeitenanzahl: 320
Verlag: rororo
Sprache: Deutsch
Englischer Titel: Beautiful Malice


Als Alice sie zu ihrer Geburtstagsparty einlädt, ist Katherine mehr als überrascht. Die schöne, strahlende Alice, das beliebteste Mädchen der Schule, will mit ihr feiern? Dabei ist Katherine eine Einzelgängerin, die sich von allen fern hält, damit keiner ihr Geheimnis erfährt: Niemand soll wissen, was mit Rachel, ihrer kleinen, talentierten Schwester, passiert ist. Vor Katherines Augen, die nichts tun konnte, um ihr zu helfen. Katherin erlebt die Party wie im Rausch, Alice weicht nicht mehr von ihrer Seite. Doch nach und nach wird Alice immer merkwürdiger. Selbstsüchtiger. Grausamer. Bald entdeckt Katherine, dass ihre neue Freundin nach eigenen Regeln spielt...

Najaaaa. Es passt zwar zum Buch, aber... najaaaa. Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. :D Es ist einfach kein "WOOAH WAS FÜR EIN GENIALES COVER, DAS BUCH MUSS ICH KAUFEN!"-Cover. Der Titel? Najaaaa.
Andere Cover:

Die Wahrheit über Alice ist vieles, aber als Thriller würde ich es nicht bezeichnen. Okay, ich hab bisher auch kaum Thriller gelesen, aber so habe ich es mir nicht vorgestellt, denn ich dachte, das dies hier ein gruseliger spannender angsteinflößender Thriller ist, und das war es ganz und gar nicht. Das soll natürlich nicht heißen, dass es mir nicht gefallen hat! Trotzdem verstehe ich nicht, warum es groß und fett auf einigen Ausgaben dieses Buches steht...
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir das Buch nicht gekauft hätte, wenn es mir nicht empfohlen worden würde und ich es für wenige Euro bei eBay ergattert hätte. Aber ich bin jetzt doch ziemlich froh, es gelesen zu haben. Fantasy ist und bleibt mein Lieblingsgenre, aber es war mal eine willkommene Abwechslung, so ein Buch zu lesen, bei dem es um ein Mädchen geht, dessen kleine Schwester gestorben ist, und versucht, zurück ins Leben zu finden, wobei ihr das beliebteste und netteste Mädchen der Schule hilft. Dabei bleibt es natürlich nicht, aber ich spoiler doch jetzt hier nicht. :D
Ja, ich hatte definitiv etwas anderes erwartet, als ich bekommen habe. Es war einfach auf eine andere Art und Weise gut. Ich habe mich zwar nicht gegruselt, wie ich das erwartet hatte, und aus den einzigen Thrillern kenne, die ich bisher gelesen habe, aber ich fand die Story einfach interessant. Denn sie ist vor allem eins: Realistisch! Das würde man bei dem Klappentext zwar nicht unbedingt erwarten, aber es ist eine Geschichte, die aus dem Leben gegriffen ist. Man kennt die Nachrichten über Mörder und Vergewaltiger, und wenn man länger darüber nachdenkt, wird einem klar, wie schrecklich es für die Angehörigen ist, besonders, wenn sie von den Medien fertig gemacht werden. Darum war Katherines Verhalten absolut realistisch und verständlich, ich konnte gut mit ihr mitfühlen. Sie ist traurig und fühlt sich schuldig und sie sieht es als Verrat, dass sie leben darf. Trotzdem WILL sie leben und deswegen nimmt sie Alice' Einladung an und freut sich über neue Freundschaften. Da ist es ebenso verständlich, dass sie diese Freundschaft nicht verlieren will. Allerdings ging mir persönlich Alice dann doch ziemlich schnell auf die Nerven. Am Anfang konnte ich noch verstehen, wieso alle sie mochten, aber durch ihre selbstverliebte Art war das dann doch nicht mehr so nachvollziehbar. Aber wie gesagt, wenn man sich so zurückgezogen hat wie Katherine, dann ist es auch absolut normal, dass man sich nicht gegen seine neue Freundin auflehnen will. Ich hätte sicherlich das selbe getan, und deswegen war das Buch und die ganzen Charaktere ja auch so realistisch. (Ich weiß, das sage ich sehr oft in meinen Rezensionen, aber es ist mir halt auch wichtig! :D) Überhaupt fand ich die verschiedenen Charaktere sehr interessant. Besonders Robbie ist tiefgründiger, als man zuerst denkt, und das ging mir auch mit fast allen anderen Nebencharakteren so. Das einzige, was ich nicht so realistisch oder nachvollziehbar war, meiner Meinung nach, war dass Katherine sich so extrem zurückzieht und mit niemandem spricht, obwohl sie eigentlich alles vergessen will, und so tut, als hätte sie das dunkelste und schockierendste Geheimnis aller Zeiten, erzählt es dann aber doch irgendwann ganz lockerflockig ihren Freunden. Okay, nicht lockerflockig, aber was für eine Reaktion hat sie denn erwartet? Das sind doch ihre Freunde. ._. Aber egal. :D
In der ersten Hälfte des Buches passiert noch ziemlich viel, die Autorin bleibt beim Thema und beschreibt nicht unnötig irgendwelche Einzelheiten. Der Einstieg ist mir ziemlich leicht gefallen. Die zweite Hälfte allerdings zieht sich doch ein wenig hin. Es passiert zwar etwas, aber man fragt sich, was das jetzt eigentlich mit der richtigen Story zu tun hat. Vielleicht ging das aber auch nur mir so, weil ich etwas wirklich krasses thriller-mäßiges erwartet habe.
Ich fand es eigentlich gut, dass zwischen den Kapiteln hin und wieder eine Rückblende und auch eine "So-ist-es-heute"-Sichtweise vorkommt, damit man wirklich weiß, was los ist, besonders bei den Rückblicken. Bei den Zukunftstexten war es allerdings ein bisschen blöd, dass immer wieder Anspielungen auf das Ende gemacht wurden, und man so schon viele Details kannte. Dadurch war es in der entsprechenden Situation dann einfach viel weniger spannend. Eine Sache am Ende hat mich aber tatsächlich sehr überrascht, und es hat das Buch nochmal wieder realistischer gemacht, weil einem klar wird, das so etwas wirklich vorkommen kann.
Die Wahrheit über Alice habe ich innerhalb von 2 Tagen gelesen, was für einige bestimmt normal ist, für mich aber doch etwas ganz Besonderes, was nicht allzu oft vorkommt. Ich konnte sogar konzentriert weiter lesen, während ich mit meiner Familie zusammensaß, alle durcheinander geredet haben und der Fernseher lief, und ich weiß nicht, ob das am Buch lag oder ob ich einfach an die Lautstärke gewohnt bin. :D Jedenfalls habe ich im Rekordtempo gelesen und auch erst um halb 12 nachts aufgehört, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Und das, obwohl das Buch gar nicht mal sonderlich spannend ist. Ich bin mir nicht sicher, ob 'fesselnd' das richtige Wort ist... Ich hatte einfach immer Lust, weiter zu lesen, weil ich wissen wollte, was wohl noch so im Verlauf der Handlung passiert, und wollte das Buch nur selten zur Seite legen. 
Wow, das war mal eine lange Rezension, für meine Verhältnisse. :D


Die Wahrheit über Alice war absolut nicht das, was ich erwartet habe, aber es hat mir gefallen. Ich hatte mir etwas mehr Grusel und etwas mehr Spannung erwartet, aber es war eine sehr interessante und tiefgründige und emotionale Story - und das auch ohne Fantasy. 4 Herzen, das Buch hat so seine Schwächen, aber auch viele Stärken, und selbst wenn es wohl bei mir persönlich nicht unbedingt Lieblingsbuch-Chancen hat, habe ich es nicht bereut, dieses Buch gelesen zu haben.

Rebecca James, geboren 1970, hatte beruflich nie viel Glück. Sie brach das Studium ab, arbeitete als Kellnerin, reiste um die Welt und ließ sich schließlich mit ihrem Mann in Armidale nördlich von Sydney, Australien, nieder. Dort bauten die beiden ein Küchengeschäft auf. Rebecca bekam vier Söhne und schrieb nebenbei. An dem Tag, als das Familienunternehmen bankrott ging, erhielt Rebecca ein Angebot für ihr erstes Buch. Inzwischen wurde »Die Wahrheit über Alice« weltweit in 36 Länder verkauft.

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