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Dienstag, 4. September 2012

Becca Fitzpatrick - Engel der Nacht


Engel der Nacht ist der erste Teil der gleichnamigen Reihe von Becca Fitzpatrick.
1. Engel der Nacht - 2. Bis das Feuer die Nacht erhellt - 3. Rette mich - 4. Dein für immer

 Taschenbuchausgabe
Erscheinungsdatum: 15. November 2011
Übersetzer: Sigrun Zühlke
Seitenanzahl: 384
Verlag: Page & Turner
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Hush Hush
Als Nora ihm zum ersten Mal begegnet, weiß sie gleich, dass seine tiefschwarzen Augen mehr verbergen als offenbaren: Patch wirkt geheimnisvoll, fast unheimlich auf sie, und Nora ist zutiefst fasziniert von seiner rätselhaften Ausstrahlung. Doch zugleich macht Patch ihr auch Angst. Denn immer öfter hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden, und sie wird den Verdacht nicht los, dass Patch etwas damit zu tun haben könnte. Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Wo kommt er her, warum fühlt sie sich so sehr zu ihm hingezogen - und diese Narbe auf seinem Rücken, was hat sie zu bedeuten? Immer tiefer wird Nora verstrickt in Ereignisse, in denen Himmel und Hölle ganz nah beieinander liegen...


Das Cover sieht zwar ganz schön aus und der Titel klingt ja nicht schlecht, aber: das verrät viel zu viel! Das nimmt einem einen Großteil der Spannung beim Lesen, da man sofort erkennt, dass es um einen gefallenen Engel geht. Der Titel Engel der Nacht ergibt keinen Sinn, also das mit der Nacht. Echt schade, dass einem das schon direkt vorweg genommen wird, denn auch im Prolog wird es schon erwähnt.
Andere Cover:

Engel der Nacht hat mich absolut begeistert und gefesselt. Obwohl es nicht durchgehend spannend ist, habe ich es in Einem durchgelesen und nur selten Pausen gemacht. Diese Rezension ist nicht besonders gut geordnet, weil sie schon lange auf mich gewartet hat, und ich jetzt einfach alles aufschreibe, was mir dazu einfällt, daher dieses Mal nur wenige Absätze. (:
Nach dem Prolog dauert es nicht lange, bis es los geht. Natürlich passiert nicht alles auf einmal, man wird langsam in die Geschichte und die Geheimnisse um Patch hineingezogen. Ich habe Noras Gedanken und Handlungen meistens gut nachvollziehen können, wenn auch nicht jedes Mal, und sie war eine sympathische Protagonistin. Die Idee hinter der Geschichte ist zwar nicht besonders originell, aber trotzdem ist es an vielen Stellen spannend und vor allem fast nie vorhersehbar, ich konnte das Buch wirklich nur selten aus der Hand legen. Der Schreibstil ist angenehm, nicht zu jugendlich, passt zur Situation, lässt sich flüssig lesen und sorgt dafür, dass man sich von Allem ein Bild machen kann, außerdem hat die Autorin ihre Story gut durchdacht. Alles wirkt sehr real und lebensecht und die Atmosphäre ist wirklich toll. Man kann sich die Umgebung und die Charaktere sehr genau vorstellen und hat das Gefühl, es würde Nora und Vee wirklich geben. Viele Fantasy-Elemente gibt es gar nicht, an manchen Stellen erinnert es sogar fast schon an einen Thriller - na ja, fast. Mich hat das aber nicht gestört, weil die Story dadurch so echt wirkt, spannend ist und immerhin haben wir ja noch das große Thema "Engel", was ja in den Fantasy-Bereich gehört.
Die Charaktere sind alle etwas Besonderes und haben ihre eigenen Eigenschaften, sie sind alle verschieden. Manche schließt man schnell ins Herz, bei anderen weiß man nicht, was man von ihnen halten soll und ob sie wirklich das sind, was sie vorgeben. Die Dialoge zwischen ihnen wirken echt und nicht wie so ein Theater-Gespräch. Nora ist auch nicht so eine nervige Person, die niemandem etwas von ihren Erlebnissen, die ihr Angst einjagen, erzählt, sondern mit ihrer besten Freundin darüber redet und zusammen mit ihr recherchiert, auch wenn Vee nicht immer ihrer Meinung ist und versucht, sie auf dem Boden zu halten. Patch ist einerseits natürlich der düstere Typ mit einigen Geheimnissen, andererseits ist er mir durch seine Sprüche doch irgendwie sympathisch gewesen - ab der zweiten Hälfte ja sowieso - obwohl man Noras Angst, die sie anfangs empfindet, verstehen kann. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Patch nicht der Einzige ist, über den man sich mit Nora zusammen den Kopf zerbricht, sondern auch andere seltsame Dinge und Personen auftauchen, über die man sich nicht im Klaren ist. Das macht es noch viel spannender. Immer wenn ich das Buch kurz weggelegt habe, wegen Essen oder sonst irgendetwas, musste ich mich zusammenreißen, nicht währenddessen weiter zu lesen. 
Am Ende wird es extrem spannend und spektakulär, total atemberaubend und nicht vorhersehbar. Diese Unvorhersehbarkeit hat durch das ganze Buch auch dafür gesorgt, dass Nora nicht zu naiv oder unglaubwürdig rüberkommt. Es gibt viele überraschende Wendungen und nichts ist so, wie man es vermutet. Wenn einem Engel der Nacht nicht gefallen hat (warum auch immer), wird man nicht gezwungen, sich den zweiten Teil zu kaufen, denn es könnte auch als Einzelband gelten und es gibt, wenn ich nichts übersehen habe, zum Ende hin keine großen offenen Fragen. Allerdings bin ich persönlich total gespannt auf Bis das Feuer die Nacht erhellt, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Nora und Patch weiter geht und was sie noch alles erleben und durchstehen müssen.


Ein paar kleine Schwächen hat Engel der Nacht zwar, aber mich hat es total gefesselt, es war fast durchgehend extrem spannend und hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es zählt nicht unbedingt zu meinen ABSOLUTEN Lieblingsbüchern, aber trotzdem vergebe ich 5 Herzen, weil es definitiv lesenswert ist und ich dieses Buch nur empfehlen kann. Ein guter Kauf ist es auf jeden Fall und ich würde es auch noch ein zweites Mal lesen.

Becca Fitzpatrick ist eine junge amerikanische Autorin, deren Debütroman gleich nach Erscheinen den Sprung auf die New-York-Times-Bestsellerliste geschafft hat. Die Übersetzungsrechte wurden bisher in 31 Länder verkauft. Becca Fitzpatrick lebt in Colorado, USA. -- beccafitzpatrick.com (englisch)


Engel der Nacht soll verfilmt werden, ein Datum oder Hauptdarsteller sind noch nicht bekannt.

Montag, 6. August 2012

Kristy Spencer & Tabita Lee Spencer - Dark Angels' Summer


Dark Angels' Summer ist der erste Teil der "Dark Angels"-Reihe von Kristy Spencer und Tabita Lee Spencer.
1. Dark Angels' Summer: Das Versprechen - 2. Dark Angels' Fall: Die Versuchung - 3. Dark Angels' Winter: Die Erfüllung - 4. Dark Angels' Spring: ?

Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Seitenanzahl: 475
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Hier klicken und die gebundene Ausgabe von Dark Angels' Summer bei Amazon anschauen.

Broschierte Ausgabe
Erscheinungsdatum: 1. Januar 2014
Seitenanzahl: 480
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Hier klicken und das Hörbuch zu Dark Angels' Summer bei Amazon anschauen.

Es ist der Sommer, in dem Dawna und Indie beide 17 Jahre alt sind - vertraute, verrückte, beunruhigende 33 Tage lang. Gemeinsam mit ihrer Mutter kehren sie zur Oase ihrer Kindheit zurück: Whistling Wing, voll mit Erinnerungen an die geliebte Granny. Aber Whistling Wing hat sich verändert. Nicht jeder hier spielt mit offenen Karten, Freund und Feind lassen sich immer schwerer voneinander unterscheiden und ein Schwarm Vögel, der von Tag zu Tag größer wird, sorgt für Unruhe und Angst unter den Einwohnern. Fast ist es zu spät, als Indie und Dawna beginnen, zu verstehen, was geschieht. Und erkennen, welches unglaubliche Opfer sie bringen müssen, um das aufzuhalten, was sich über ihnen zusammenbraut.

Mh. Das Cover finde ich nicht so gut. Die Schrift sieht zu... aufgedrückt aus und bei Dawna und Indie sieht man bei genauem Hinschauen die Ränder, wo sie "ausgeschnitten" und auf dem Cover eingefügt wurden. (Ihr versteht? :D) Außerdem wirkt Dawna irgendwie komisch, einerseits weil sie ein bisschen bläulich aussieht und andererseits, weil sie so böse guckt, als hätte sie irgendetwas vor oder würde irgendetwas verheimlichen. Die Federn dagegen gefallen mir gut, der Titel klingt ein bisschen billig, meiner Meinung nach, da das Buch ja aus Deutschland ist und keine Übersetzung aus dem Englischen. Und ich habe keine Ahnung, warum der Beiname "Das Versprechen" ist.
Andere Cover:

Dark Angels' Summer hat meine beste Freundin mir ausgeliehen und sie war ganz begeistert davon, also musste ich es natürlich gleich lesen. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Sie hatte ja schon gesagt, dass es am Anfang noch ein wenig merkwürdig sein würde, aber sich dann bessert, doch ich konnte nicht wirklich viel Begeisterung aufbringen, und zwar das ganze Buch durch. Insgesamt fand ich es nicht schlecht, es war ganz unterhaltsam, aber irgendwie auch nicht viel mehr.
Während der Story tauchen immer mehr Fragen und Rätsel auf, wovon auch bis zum Ende hin nicht alles erklärt wird, was einen dazu bringt, auch den zweiten Teil zu lesen. Ab der Mitte wird es ziemlich spannend, so dass ich es ab diesem Punkt in Einem durchlesen konnte. Ich wollte wissen, wie es weiter geht, und was das alles zu bedeuten hatte.
Das mit den Charakteren ist so eine Sache. Manchmal waren sie mir ganz sympathisch, dann wieder unheimlich nervig. Ihre Handlungen konnte ich meistens verstehen und gut nachvollziehen. Aber an einer Stelle zum Beispiel denkt Indie, dass sie das jetzt nicht sagen sollte, und dass sie weiß, sie würde es später bereuen und sich wünschen, es nicht gesagt zu haben, und trotzdem spricht sie es doch aus. Dass Dawna und Indie sich beide von ihrem Verhalten her verändern und noch eine andere Seite habe, finde ich eigentlich gut, denn das machte sie beide tiefgründiger. Allerdings kam diese Veränderung so plötzlich, dass es wieder zu aufgesetzt wirkte. Dawna benimmt sich immer verantwortungsvoll und ist nett, dann kommt raus, dass sie heimlich Joints raucht. Na gut, das ist halt ihr "Geheimnis", aber dann macht sie plötzlich auch noch einen auf Draufgänger und tut so, als wäre nichts dabei. Bei Indie hat mir gut gefallen, dass sie, als Gabe auftaucht, unerwartete Gefühle zeigt und auch eine verletzliche Seite zeigt. Bei ihr hat mich auch dieser Sinneswandel nach dem Motto mir-ist-eigentlich-alles-scheißegal-inklusive-meiner-Familie-obwohl-ich-meine-Schwester-über-alles-liebe-und-sie-jetzt-unbedingt-retten-muss-komme-was-wolle-aber-naja-eigentlich-interessiert-es-mich-auch-gar-nicht zwar genervt, war aber nicht ganz so schlimm. Trotz allem sind die beiden einem aber dennoch zwischendurch ganz sympathisch, während man sich bei vielen anderen Personen nie ganz sicher sein kann, was es mit ihnen auf sich hat, und dieses Rätselraten war für mich ein Pluspunkt, weil das Buch aus diesem Grund nie wirklich langweilig wird.
Was mich sehr gestört hat, war dieses ständige "Granny hat immer dasunddas gesagt" "Granny hat immer dasunddas gemacht" "Granny wusste immer, was zu tun war" "Morgens hat Granny immer dasunddas getan" "Abends hat Granny immer dasunddas erzählt" "Granny meinte wir müssen unbedingt an dasunddas denken und dasunsdas machen in dieserundjener Situation"... Ihr wisst was ich meine? Mich hat das einfach unheimlich genervt. Und auch diese Geheimnistuerei - warum konnte sie ihren Enkeltöchtern nicht einfach sagen, was Sache ist? Oder wenn die beiden Mädchen erst später alles erfahren sollten, dann hätte sie ja wenigstens der Comtesse alles erzählen können. Und außerdem: wenn das alles so unheimlich wichtig ist, was Granny erzählt und ihnen beigebracht hat, und Granny ihnen auch noch GESAGT hat, dass sie es nicht vergessen dürfen, wieso erinnern sie sich dann trotzdem nicht dran?!
So viel Negatives... Kommen wir jetzt zum Positiven. Nein, eins noch: Dieser gezwungen jugendliche Schreibstil, wobei jeder zweiter Satz mindestens ein Schimpfwort enthalten hat, anfangs nur bei Indie, später auch bei Dawna. Mich hat's extrem gestört. Genau so, wie fehlende Fragezeichen, die durch Punkte ersetzt wurden... Aaaah. Wie oft ich mich darüber aufgeregt habe.
Aber jetzt wirklich zu den Pluspunkten.
Nach der ersten Hälfte und einigen Startschwierigkeiten kam ich richtig in das Buch rein und konnte es wie gesagt ab dieser Stelle flüssig und ohne Unterbrechung durchlesen. Es hat mich gefesselt und wurde zunehmend spannender, vor allem da auch nach dem Zuschlagen von Dark Angels' Summer noch viele Fragen unbeantwortet bleiben. Es gibt noch so viele Personen, bei denen ich mich frage, wie es mit ihnen wohl weitergeht und wenn ich jetzt über die Story nachdenke, fallen mir immer mehr Dinge ein, die noch nicht geklärt sind. Vor allem die Nebencharaktere haben mich öfters ziemlich überrascht. Die Liebesgeschichten spielen keine zu große Rolle, hängen aber, zumindest was Indie angeht, trotzdem mit der hauptsächlichen Handlung zusammen. Im Mittelpunkt stehen nicht, wie ich erwartet habe, die Engel, mal abgesehen von den Verrücktheiten der Mutter und alles rund um die Engelsseminare (inklusive Shantani, der eine größere Rolle spielt als ich zunächst geglaubt habe), sondern die großen schwarzen Vögel, bei denen man sich durchgehend fragt, was sie zu bedeuten haben. Sowieso hatte das Buch viele Ideen, die ziemlich originell waren.
Oh, das war ja jetzt echt viiiiel Positives... :/ Sorry, mehr fällt mir grade nicht ein.

Insgesamt war das Buch einfach nicht mehr als mittelmäßig. Auf alles, was mir gefallen hat, folgte etwas Negatives. Kein schlechtes Buch, aber nicht überragend. Ganz unterhaltsam, jedoch kein absolutes Lesemuss. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil, obwohl mich der Auftakt dieser Reihe nicht zu 100% überzeugt hat. Alles in Allem: 3 Herzen.

Die Schwestern Kristy und Tabita Lee Spencer leben zusammen auf einem abgelegenen Anwesen. Sie können besser schießen als stricken und besser Holz hacken als kochen. Die besten Ideen haben sie, wenn sie gemeinsam am frühen Morgen mit den Pferden unterwegs sind und nur das Hufgeklapper ihre Gedanken unterbricht.
Die Geschichte von Dawna und Indie beruht auf einem Traum von Kristy Spencer. -- whistling-wing.de